"Danke, ich will keinen Saloon mehr sehen, so lange ich lebe. Können wir nicht draussen schlafen."

"Können wir schon. Ich kenn da eine Stelle. Bin schon vorher hier durch geritten."

Es war ein ebener, sandiger Platz zwischen Felsen. Auf dem Weg dorthin hatten wir uns alle kennengelernt. Auch die Kinder schienen Stuart zu mögen. Er wollte von allen Stuart genannt werden. Mir ging alles ein Bisschen zu schnell. Es war schon, als ob er zur Familie gehörte. Es schien fremdartig in einem Tag von Billy Kane und dann diesem Gentleman umworben zu werden. Aber ich war froh, einen Mann nahe zu haben. Ich fühlte mich wohler und beschützt.

"Nehmen wir die Frauen in die Mitte, Jack. Ich bin müde. Hoffentlich habt ihr nichts dagegen, wenn ich gleich einschlafe."

Wir legten uns gleich nieder und starrten für eine Weile in den
Sternenhimmel. Stuart lag am Aussenende, ich nebem ihm, dann Lisa, dann
Sara und am andern Ende, Jack. Stuart schnarchte schon.

Ich wachte einmal auf und fand dass ich meinen Kopf auf Stuarts Brust gelegt hatte. Ich zog mich schnell zurück. Es zeigte, wie sehr ich einen Mann vermisst hatte. Es war zu tröstend, an einer starken Männerbrust zu verweilen, bei einem Mann, der nicht nur eins von Frauen wollte.

Ich erwachte bei Tagesanbruch. Stuart war schon auf. Er hatte unsere
Pferde geholt. Er war ein guter Mann. Wir ritten los—gegen Norden.

In Taos wäre ich lieber gegen die Berge geritten, doch das würde einen Umweg für Stuart bedeuten. Ich wollte nicht ohne ihn gehen, denn wir hatten uns alle an ihn gewöhnt, sogar sein Schnarchen. So ritten wir gegen den Raton Pass.

* * *

Es war kurz vor dem Raton Pass dass wir eine schöne Campstelle fanden, und obwohl es erst Mittag war, machten wir Rast.