Als ich in die Nähe kam, wo Julia und die Kinder waren, bog ich vom kleinen Pfad ab, um einen Platz für meine Pferde zu finden. Es gab grasige Stellen zwischen den Bäumen und ich band Flake und mein Packpferd an, in solcher Weise, dass sie grasen konnte. Dann ging ich wieder zum Fluss zurück und hier aus dem Dickicht konnte ich sie gut sehen, ohne gesehen zu werden. Sie waren ein Bisschen flussabwärts von mir.

Ich machte mich bequem und schaute ihnen zu. Wegen des Getöses des Flusses konnte ich ihre Gespräche nicht hören. Nach einer Weile verschwanden Stuart und Jack. Sie gingen wohl jagen. Ich sah dass sie ihre Revolver bereit hielten. Hasen gab es hier genug, vielleicht könnten sie einen erwischen, oder noch ein besseres Gourmet Essen wäre ein wildes Huhn, oder eine Ente. Wie gerne wäre ich mit Jack jagen gegangen. Ich könnte ihm ein oder zwei Tricke zeigen. Ich wusste viel über Wild. Oh könnte ich es doch an ihn weitergeben. Er schien interessiert zu sein. Hatte das Jagdfieber wohl von mir geerbt. Ich konnte das Leuchten in seinen Augen fast sehen, vorstellen konnte ich es mir auf jeden Fall, denn ich war genau so, wenn es ums Jagen ging. Dabei liess es mich kalt, ob ich etwas erwischte oder nicht, aber ich liebte die Pirsch.

Als die Männer weg waren, nahmen die Mädchen ein Bad. Ich freute mich, Julia zuzusehen. Ich hatte sie schon lange nicht mehr so gesehen, und ich staunte, wie gut sie noch beisammen war. Mit ihr ein Bad zu nehmen war aber nicht mein Traum, den ich hatte Wasser nur zum trinken gern. Ich hatte zwar ein Bad nötig, aber ein paar Tage konnte das noch warten.

Es war gut zu wissen, dass sie gewartet hatten bis Stuart verschwunden war. So vertraulich waren sie also noch nicht. Ich war froh. Es fiel mir ein Stein vom Herzen.

Sara war mir am nächsten, ich konnte sie gut sehen. Sie war so dünn und trotzdem attraktiv. Sie war hochgewachsen und war eine junge Frau geworden. Wie schön sie war und was für einen hässlichen Vater sie jetzt hatte. Wir würden gar nicht mehr zueinander passen, ausser als Schöne und Biest.

Lisa die immer aktiv war, hatte einen Stein gefunden, von dem sie ins Wasser springen konnte. Sie wurde nicht müde es wieder und wieder zu tun. Es war schön sie alle so unbekümmert zu sehen, so wie sie Gott geschaffen hatte, eins mit der Schöpfung, als wären sie noch in Eden. Gesund, schlank und kräftig waren sie alle, sicher gab es auf der ganzen weiten Welt nichts schöneres zu sehen.

Ich lag hier im Gestrüpp so gemütlich und nach einem Weilchen wäre ich fast eingenickt. Doch dann sah ich etwas, dass mich sofort auf die Kniee brachte.

Plötzlich wurde Sara weggeschwemmt. Es sah fast so aus, als ob sie selbst ins tiefe Wasser geplumst wäre, um zu schwimmen. Ich konnte aber schnell sehen, dass sie nicht schwimmen konnte. Sie schwenkte ihre dünnen Arme wie wild in der Luft. Sie schrie nicht, schien aber zu kämpfen, um an der Oberfläche zu bleiben. Das Wasser trug sie mit atemberaubender Geschwindigkeit.

Sie wurde vom tiefen Wasser um die grössten Steine herumgeschwemmt, an die sie sich anzuklammern versuchte. Doch ohne Erfolg, den sie waren schlüpfrig und die Kraft des Wassers viel zu gross. Es war nur ein schwacher und wahrscheinlich instinktiver Aufwand, denn sie bewegte sich so schnell, dass jeder Versuch sich anzuklammern, nutzlos schien. Die kleineren Felsbrocken, über die das Wasser floss, waren viel gefährlicher. Das Wasser schlug ihre Beine gegen diese Steinbrocken. Falls sie unter ging, könnte auch ihr Kopf gegen diese schlagen, sie würde bewusstlos geschlagen und ertrinken.

Ich musste schnell handeln. Es war zu spät hineinzuspringen, denn ich müsste erst eine Stelle finden, wo ich ins Wasser konnte. Hier war alles von undurchdringlichem Gestrüpp überwachsen. Sie war jetzt schon etwa fünfzehn Yard weg von mir, und das Wasser ging schnell. Weiter unten im Fluss verlangsamte sich das Wasser ein Bisschen, wie ich sehen konnte. Dort musste ich hin.