„Du wirst noch ’ne richtige verdrehte alte Schachtel werden,“ sagte ihr Alfred.
Heinrich erklärte ihr Lernen für „im höchsten Grade unweiblich“.
Karl enthielt sich jeder gesprochenen Meinungsäußerung, aber oft sah er, Butterbrote kauend, seiner Schwester mit entgeistertem Kopfschütteln zu. Wie es Menschen geben konnte, die gern lernten, war ihm ein unheimliches Rätsel.
Frau von Birken zeigte sich von Monikas Lerneifer sehr befriedigt, aber bald trat ein Ereignis ein, das sie verhinderte, auch nur noch einen Gedanken für Monika zu haben: das geliebte Heinzemännchen wurde krank.
Er litt an sehr schmerzhaften Magenkrämpfen. Was es eigentlich war, war nicht mit voller Sicherheit zu ermitteln.
Monika behauptete, daß Heinrichs Mostrichkur wahrscheinlich eine gewisse Rolle spiele. Er hatte nämlich vor einigen Wochen erklärt, daß als Hauptnahrungsmittel für ihn nur Mostrich in Betracht käme.
Die Baronin, der es völlig unmöglich war, ihrem Lieblingssohne irgend etwas abzuschlagen, hatte ihn gewähren lassen, und so hatte Heinrich viele Wochen lang unglaubliche Quantitäten Mostrich vertilgt.
Möglich, daß ihm diese selbsterfundene „Stärkungskur“ schlecht bekommen.
Jedenfalls waren die von Zeit zu Zeit bei ihm auftretenden Magenkrisen so unsäglich schmerzhaft, daß der Arzt Morphiuminjektionen verordnete.
Frau von Birken überließ sich lauten Verzweiflungsausbrüchen.