Auch bei Monika fand er kein Entgegenkommen.
„Lieber Junge, ich habe nie ein Wort gesagt oder gefragt, wenn Du zwanzig Mark haben wolltest oder vierzig. Aber zweitausend? — — Wofür brauchst Du zweitausend Mark?“
„Es ist eine Ehrenschuld.“
„Sekundaner haben keine Ehrenschulden.“
„Doch.“
Sein sanftes Gesicht bekam einen verstörten Ausdruck.
„Erzähl’s mir, Karl.“
„Ach, Mone, davon wird’s auch nicht besser! Gib mir doch das Geld. Sieh mal, Du bist der einzige Mensch, den ich um sowas bitten kann, Mama hat Zetermordio geschrien, als ich sie darum gebeten. Alfred und Heinrich gebrauchen selber mehr als sie haben. — Mone, gib mir’s.“ Er drückte ihr die Hände.
„Ich, — — ich hab’s ja auch nicht,“ sagte sie, schon schwankend geworden, „Du weißt doch, Karl, ich hab’ kein Geld. Und Georg kauft mir zwar alles, was ich haben will, aber er gibt mir doch kein Geld in die Hand. Ich kann Dir die zweitausend Mark gar nicht geben.“
„Dann sag’s Deinem Mann,“ rief er mit ungewohnter Entschiedenheit.