„Na schön,“ sagte sie nach sekundenlangem Besinnen, „ich werde es ihm heute nach dem Lunch sagen.“

„Und ich komme mir die Antwort heute abend holen.“

„Komm nicht. Wir sind zum Diner eingeladen. Ich schreibe Dir aber und schicke Dir schon heute nachmittag den Brief durch den Diener.“

Mit einem erlösten Aufatmen beugte er sich über ihre Hand und küßte sie dankbar.

Als er das Haus verließ, schien er seine ganze Spannkraft wiedergefunden zu haben.

Monika aber hielt ihr Versprechen. Gleich nach dem Lunch, das man zu zweien eingenommen, bat sie ihren Mann, ihr die zweitausend Mark für Karl zu geben.

„Höflich abgelehnt,“ sagte er.

„O Georg...“

„Lieber Schatz, es wäre ein haarsträubender Unsinn, einem noch nicht achtzehnjährigen Schüler eine solche Summe in die Hand zu geben. Wozu will er es denn überhaupt haben?“

„Er sagt, es sei eine Ehrenschuld.“