„Ehrenschuld? Mit dem Worte bezeichnen viele Leute recht unehrenhafte Schulden.“
„O, Karl ist solch ein lieber, netter Junge.“
„Gewiß, er ist ein sehr netter Mensch, aber das ist doch kein Grund, um seinen Hang zum Leichtsinn, zu bodenloser Liederlichkeit zu unterstützen! Was ist denn der Effekt davon, wenn wir ihm das Geld geben?! Er gibt es in leichtsinniger Weise aus!“
„Aber wenn er es doch für Schulden haben will...“
„Dann bezahlt er vielleicht diese und macht sofort neue und zwar in noch größerem Maßstabe. Er hat ja dann die sichere Ueberzeugung, daß sie auch bezahlt werden.“
„Ach, Georg, sei nicht geizig.“
„Liebes Herz, die Aeußerung da hast Du Dir wohl nicht überlegt. Hast Du mich je geizig gefunden?“
„Für mich nicht, aber für andere hast Du doch eigentlich nie was getan.“
„Jeder ist sich selbst der Nächste, seine Familie natürlich miteingeschlossen. Bei dem uferlosen Mitleid für alles und alle kommt nie was Gutes heraus.“
„Aber Karl ist doch Dein Schwager.“