Marie versuchte ihre verächtliche Miene beizubehalten.
Frau von Roßberg grinste und sagte: „Den Helden muß natürlich mein Mann spielen.“
Die Etatsmäßige, die diese Aeußerung vorlaut fand, warf ihr einen verweisenden Blick zu.
Aber im Verlaufe der Beratung ergab sich, daß tatsächlich Roßberg den Helden spielen mußte, da er der einzige Herr war, der etwas theatralisches Talent besaß.
„Und ich bin das junge Mädchen, mit dem er sich verlobt,“ sagte Frau von Roßberg.
„Wir haben ja darüber noch gar nichts bestimmt,“ warf Frau von Teufel ein.
„Aber er küßt sie doch.“
„Theaterkuß!“ entschied die Teufelin. „Also bisher hätten wir: Ehemann: Herr von Hellrich, — der Junggeselle: Leutnant von Roßberg. Die Phantasie, — ja um alles in der Welt, wen könnten wir als Phantasie wählen?“
Monika mußte sich in die Lippen beißen, um nicht zu flehen: „Mich!!“
Sie hatte sich alles schon bis ins Detail ausgemalt: ein dekolletiertes, pfauenblaues Chiffongewand, — Orchideen in den Haaren, schillernde Schmetterlingsflügel an den Schultern.