Die Innenplätze des Schlittens waren leer. Auf dem Kutschersitze saß ein junges Mädchen, das mit einem starken Ruck an den Zügeln vor der Freitreppe parierte und mehrere Male hintereinander einen gellenden Pfiff ausstieß.

„Natürlich — Monika —,“ sagte Marie achselzuckend, während Frau von Holtz entsetzt fragte:

„Aber wo ist denn Papa? Und Friedrich? — Mein Gott, es wird doch nichts passiert sein — —“

Sie war bis in die Lippen erblaßt und stützte sich schwer auf die Fensterbrüstung.

Marie wollte hinaus, aber schon wurde die Tür von außen aufgerissen, und herein stürmte das junge Mädchen, das auf dem Kutscherbocke gesessen, — stürmte geradenwegs auf Frau von Holtz zu und umarmte sie mit allem Kraftaufwand, dessen ihre Arme fähig waren.

„O, Tantchen, wie ich mich freue!“

„Kind, Kind, wo ist Dein Onkel?“ fragte Frau von Holtz noch immer ganz fassungslos.

„In der Bahnhofswirtschaft und hoffentlich mittlerweile beim achten Glase Grog — —“

„Aber was — — warum — —“

Monika begrüßte eilfertig, aber ohne die glühende Herzlichkeit, die sie ihrer Tante bewiesen, ihre Cousine und erzählte dann, indes sie in fröhlichem Lachen ihre prachtvollen Zähne sehen ließ: