Schwere Dinge warf sein Herz auf. Wie brausendes Wasser gingen ihm die Gedanken durch den Kopf. Es erkannte mit schmerzlicher Gewißheit, daß es einen Schritt getan hatte, der es nach und nach ins Gleiten bringen mußte.

Und der Hund erschien noch immer nicht wieder an der Fähre.

Da, als die Drei schon anfingen, sich heimlich anzustoßen, blieb das Schreiberlein stehen und bot ihnen die Hände zum Abschied.

»Ich kann nicht weitergehen,« sagte es ernst, »ich muß zurückfahren und den Hund suchen. Anders finde ich keine Ruhe.«

»Das ist verrückt!« rief der Lehrer, und sie redeten heftig auf ihn ein, aber sie erreichten nichts, weder vermochten sie ihn mit dem unwegsamen Moor zurückzuhalten, noch mit der nahen Dämmerung zu schrecken.

Er müsse hinüber und sie müßten schon allein nach dem Dampfer gehen. Das war alles, was sie zu hören bekamen.

Kopfschüttelnd mußten sie es schließlich aufgeben und weitergehen.

Über das Schreiberlein aber war mit dem Entschluß eine fiebernde Unruhe gekommen. Es lief mehr, als es ging, nach der Fähre und trieb den Fährmann zur Eile.

»Wedder röber?« fragte dieser.

»Jo, jo!« drängte das Schreiberlein, und wollte schon sagen, daß es seinen Schirm im Altenland vergessen hätte, aber es war etwas in ihm, das gewaltsam hervordrängte. »Ich will den Hund holen,« sagte es festen Tones und empfand dieses Geständnis als etwas Wohltuendes.