Störtebeker tat, als wenn er nichts gehört hätte. „Dien Mudder hett di ropen, Klaus, goh dol,“ sagte Klaus Mewes ernst.

Da setzte der Junge die Pütze hin und sah ihn zum erstenmal wieder an. „Schall ik würklich van Burd, Vadder?“ fragte er mit heiserer Stimme.

Klaus Mewes nickte ernst.

Da ging der Junge schweigend in die Kajüte und ließ die Mutter mit ihm machen, was sie wollte. Was sie ihm dabei erzählte, vom Deich und seinen Spielkameraden, war ihm zuwider und er hörte deshalb auch kaum darauf.

Schließlich nahm er an Deck Abschied von dem Ewer und von Hein und Kap Horn. „Hol di man fuchtig,“ sagte Hein, ohne sich viel dabei zu denken, Kap Horn aber, der tiefer sah und den Jammer des Jungen fühlte, gab ihm die Hand und tröstete: „Nich bang wesen, Klaus Störtebeker, nich bang wesen! Wi kriegt all nich unsen Willen! Annern Sommer kummst du wedder mit no See!“

Störtebeker wandte sich ab, als wenn er sagen wollte: das glaubst du ja doch selbst nicht!

„Adjüst, mien Seemann,“ sagte er und streichelte dem Hund das struppige Fell.

„De bringt di noch langs,“ rief Klaus Mewes, der sich auch fertig gemacht hatte, um sie nach dem Bahnhof zu begleiten.

Als sie den Deich erreicht hatten, sah Störtebeker noch einmal verloren nach der Geeste und suchte die Flagge, aber er konnte sie nicht mehr sehen, denn die Eisschuppen hatten sich dazwischengedrängt.

Nur von der meeresbreiten, grauen Weser konnte er noch einen Streifen sehen.