„Junge, wat en barg Schinken! Hürt di de all to, Sill?“
Sill saß ganz im Stroh und musselte darin umher, wie ein Schwein im frischbestreuten Koben. Zu sehen war gar nichts mehr von ihr, nur noch zu hören. Ein anderes Kind wäre ängstlich geworden und hätte die Beine in die Hand genommen, aber Störtebeker wußte nichts davon.
„Wat seggst du, Junge?“
„Ik meen, wat dat all dien Schinken sünd?“ wiederholte er lauter.
„Jo, all mien Schinken.“
„Diern, denn kannst du di woll frein!“
Die schwarze Katze erhob sich auf dem Herde und sah ihn mit glühenden Augen an. „Is dat de Katt oder de Koter, Sill?“
Die Alte tauchte gerade wieder aus der Versenkung auf, wie der Geist von Hamlets Vater. Sie hatte Strohhalme in den Haaren und zwei Äpfel in der knochigen Hand.
„Dat is de Koter, Störtebeker, de Koter is dat. De Katt hett Junge: wenn du Lust hest, kannst jüm offermorgen all versupen.“
„Jo, Sill, dat mokt jo Spoß,“ sagte er gemütlich, sie aber gab ihm die Äpfel und bemerkte dazu, es seien die letzten, die wären für die Fische von damals und er solle sie sich nur schmecken lassen. Er nahm sie ohne Danke an und machte, daß er hinaus kam, denn er konnte den beißenden Rauch nicht mehr aushalten.