Jetzt will ich schließen.
Mit Gruß an Dich und Störtebeker
Dein Mann Klaus Mewes.
Bei der Übersetzung rief Störtebeker einmal: „Och, de scheebe Weg no Bremen!“ Das war eine Redensart am Deich. Und bei der Stelle: Bremen zeigen: rief er: „Jo, dat keem anners ut as dat anner Bremenwiesen!“ Die Seefischer fragten wohl die Kinder: Schall ik di mol Bremen wiesen? Und sagte ein Junge ja, so faßten sie ihn bei den Ohren an und hoben ihn in die Höhe und fragten solange, ob er Bremen nun sehen könne, bis er gequält ja sagte.
Im ganzen war Störtebeker aber mit dem Brief nicht zufrieden, denn sein Vater wollte ja noch länger nach der Weser fahren. Verdrossen ging er wieder an seine Arbeit.
Was sein Vater wohl immer auf der Weser wollte? Nachher, wenn er erst mit an Bord war, konnte es seinetwegen gern immer nach Bremen gehen, aber erst sollte sein Vater kommen und ihn holen!
Nach einiger Zeit begann es zu tröpfeln, da trug er sein Netz nach dem Schauer und heilte dort weiter, unter den großen Namenbrettern gestrandeter Schiffe aus der alten Zeit, als noch gute Beute zu machen war, Büt, wie 73, als eine englische Bark mit Kupfererz auf Großvogelsand strandete, oder wie 80, als ein amerikanischer Klipper mit Erdöl auf Scharhörn entzweiging. Viele der Schauer hinter dem Deich trugen diese Namenbretter als Zier, manchen Schweinekoben schmückte eine Inschrift, wie „Kalliope“, „Ceres“, „Fare well“ oder „Merkur“.
Das Schauer von Klaus Mewes wies fünf Namenbretter auf, davon zwei mit Goldbuchstaben, und über dem vorderen Eingang stand eine gekrönte Jungfrau, die Gallionsfigur eines Vollschiffes, einst von Albatrossen umschwebt, von fliegenden Fischen umschwirrt — nun von Spatzen umpiept, von Hühnern umgackert.
Von den fünf Brettern hatte Klaus Mewes aber nur eins angemacht, das mit der goldenen Inschrift:
Suzanne — LE HAVRE