„Vadder seggt dat,“ gab Störtebeker zur Antwort, „un de mütt dat doch weten!“
„Jo, mütt he ok,“ bestätigte der Schiffer vergnügt und guckte an dem großen Reisdampfer hinauf, der sich schwer und gewaltig an ihnen vorbeischob. „Störtebeker, wat is dat förn Stiemer?“ Der Junge sah nach der Flagge am Heck. „En Ingelschmann.“
Auf der Back stand eine Anzahl halbnackter Singhalesen.
„U, kiek, Vadder, dor stoht Swarte boben!“
Eben vor Altona fing Gesa an, zu berichten, was der Junge in der Zeit angerichtet hatte. Sie saß auf den Luken und knüttete an ihrem Strumpf, aber sie hatte sich keine gute Stunde für ihre Klage ausgesucht. Denn erst sagte Störtebeker mit mildem Vorwurf: „Mudder, wi sitt hier nu so scheun up Deck un fohrt so mooi no Hamborg un nu fangst du dorvan an!“ Und er stand auf und ging nach dem Steven. Klaus Mewes nahm den Bericht noch leichter: so hätte er es als Junge auch gemacht, sagte er sorglos, sie solle ihn nur gewähren lassen. Der Junge solle ja kein Pastor, sondern Fischermann werden.
„Räuberhauptmann ward he, Klaus, ik segg di dat.“
„Gesa, mok doch kein Schop bang.“
„So veel du nu ober em lachst, müßt du noch mol ober em weenen!“
„Ne, dat gläuf ik ne, Diern!“
Unbekümmert sah er drein, als könne er sein Leben schon überschauen.