Was für ein Leben! Störtebekers Backen glühten, seine blauen Augen leuchteten wie die Elbe an Sonnentagen: sie fischten ja, sie fischten ja! „Junge, Vadder, dat is wat, dat mokt Spoß!“ versicherte er immer wieder und sprach die ganzen zwei Segelstunden von nichts anderm als von dem Streek. Die Seekrankheit war vergessen: er holte sich ein dickes Stück Schwarzbrots aus dem Schapp und aß es, er trank Kaffee dazu und war guter Dinge. In der Weite kurrten mehrere Finkenwärder, aber dicht bei ihnen segelte niemand: sie hatten das Feld allein.
Wie im Fluge verging die Zeit.
„Is so wiet,“ sagte Klaus Mewes, „nu rop jüm man!“
Freudig sprang Störtebeker über die Luken, schob die halbgeöffnete Kapp zurück, kletterte die Treppe hinab und gröhlte, so laut er konnte: „Kap Horn un Hein, upstohn! Weut intehn! To, gau! Vadder hett dat seggt!“
„Jo,“ brummte Hein Mück, dem ein schöner Traum von seiner Gesine durch die Latten gegangen war, und grabbelte nach seinen Stiefeln, Kap Horn aber schwang sich auf die Bank und schalt: „Wat is dat egentlich forn Snack von wegen opstohn, Klaus Störtebeker? Du meenst woll, du büst hier bin Buern, wat? Weest du nich, dat an Bord allens utsungen warrn mutt? Paß mol op: so heet dat:
„Reis ut, Quarteer, is mien Verlangen,
reis ut, Quarteer, in Gottes Nom!
De een von jo sallt Ror verfangen,
reis ut, Quarteer, de Wacht is don,
acht Glosen sünd slon!