Jelena  lächelt weich:  Nein. Niemals! Wie es geschehen ist? Einmal, als ich die Herrschaft über mich verloren hatte, habe ich mich bei Ihnen über meine Vereinsamung beklagt … Sie betrugen sich gegen mich so prachtvoll, so einfach, so rein. Ich empfand für Sie ein starkes, ein warmes Gefühl der Dankbarkeit - und dann … merken Sie wohl … erst damals fingen Sie an, zu mir von Liebe zu sprechen.

Wagin  nachdenklich:  Erst da? … das hat Sie … gekränkt?

Jelena  lächelnd:  Ich weiß nicht … vielleicht ein wenig …

Wagin  verdrießlich und traurig:  Nein … genial war das nicht … gelinde ausgedrückt … ich bin dumm … ich verstehe die Menschen nicht.

Jelena:  Lassen wir das … nicht? Nun, wollen wir gute Freunde bleiben?

Wagin  lächelnd:  Auf Handschlag! Was?

Jelena  faßt ihn am Kopf und küßt ihn auf die Stirn:  Seien Sie frei! Für einen Künstler ist die Freiheit ebenso unentbehrlich wie Geist und Talent … Seien sie wahr … und denken sie nicht zu schlecht von den Frauen.

Wagin  gerührt, aber sich beherrschend:  Meine Teuerste, das letzte brauchten Sie nicht zu sagen … Ich danke Ihnen! Sie haben recht … Der Künstler muß für sich allein dastehen … Die Freiheit … das ist ja die Einsamkeit … nicht?

Jelena:  Ja, wahrscheinlich ist es so, mein Freund.,

Wagin:  Pawel kommt, ich höre seinen lächerlichen Gang - Protassow tritt ein.  Guten Tag, Rival!