Lisa  beinahe leidenschaftlich:  Nein! …

Tschepurnoi:  Gut … Reden wir von was anderem …

Lisa:  Ihr Starrsinn erschreckt mich.

Tschepurnoi:  Fürchten Sie sich nicht … Sie brauchen nichts zu fürchten … Pause. Neben der Veranda brummt Roman. Zusammenfahrend sieht Lisa durchs Fenster.

Lisa:  Warum behandeln Sie Ihre Schwester so schlecht?

Tschepurnoi  ruhig:  Erstens - ist sie eine Närrin, und dann ist sie gemein.

Lisa:  Um Gottes Willen!

Tschepurnoi:  Ich hör schon auf, ich hör schon auf! Es ist ein Unglück, wenn einem Menschen die schönen Worte auf der Zunge fehlen! Meine Schwester, sagen Sie? Wer ist denn meine Schwester? Als sie zwanzig Jahre alt war, heiratete sie einen reichen alten Kerl - wozu das? Nachher hätte sie sich um ein Haar aus Widerwillen gegen ihn und aus Gram das Leben genommen. Einmal hat sie sich aufgehängt … und wurde bewußtlos aufgefunden, und schließlich hat sie noch Salmiakgeist … Jetzt - ist er tot - und sie ist immer noch wütend …

Lisa:  Vielleicht tragen Sie auch die Schuld daran? Warum sind Sie ihr keine Stütze gewesen? …

Tschepurnoi:  Vielleicht hab ich Schuld, aber vielleicht habe ich sie auch gestützt …