Damis. Hat Sie denn auch schon davon gehört, Lisette?
Lisette. Kömmt denn wohl ohn' unsereiner irgend in einem Hause eine
Heirat zustande? Aber eingebildet hätte ich mir es nimmermehr, daß
Sie sich für Julianen entschließen würden! für Julianen!
Damis. Größtenteils tue ich es dem Vater zu Gefallen, der auf die
außerordentlichste Weise deswegen in mich dringt. Ich weiß wohl, daß
Juliane meiner nicht wert ist. Allein soll ich einer solchen
Kleinigkeit wegen, als eine Heirat ist, den Vater vor den Kopf stoßen?
Und dazu habe ich sonst einen Einfall, der mir ganz wohl lassen wird.
Lisette. Freilich ist Juliane Ihrer nicht wert; und wenn nur alle
Leute die gute Mamsell so kennten als ich—
Eilfter Auftritt
Anton. Damis. Lisette.
Anton (vor sich). Ich kann die Leute unmöglich so alleine lassen.
—Herr Valer fragt, ob Sie in Ihrer Stube sind? Sind Sie noch da,
Herr Damis?
Damis. Sage mir nur, Unwissender, hast du dir es denn heute recht vorgesetzt, mir beschwerlich zu fallen?
Lisette. So lassen Sie ihn nur da, Herr Damis. Er bleibt doch nicht weg—
Anton. Ja, jetzt soll ich dableiben; jetzt, da es schon vielleicht vorbei ist, was ich nicht hören und sehen sollte.