Martin Krumm. Oh! Sie sind ein Mann, der gar keinen Spaß versteht. Hören Sie's!—(Beiseite.) Wo er sie nur nicht bei Lisetten gesehen hat—Das Mädel wird doch nicht närrisch sein, und sich damit breit machen—

Der Reisende. Oh! ich verstehe den Spaß so wohl, daß ich glaube, Ihr wollt mit meiner Dose auch spaßen. Allein wenn man den Spaß zu weit treibt, verwandelt er sich endlich in Ernst. Es ist mir um Euren guten Namen leid. Gesetzt, ich wäre überzeugt, daß Ihr es nicht böse gemeint hättet, würden auch andre—

Martin Krumm. Ach,—andre!—andre!—andre wären es längst überdrüssig, sich so etwas vorwerfen zu lassen. Doch, wenn Sie denken, daß ich sie habe: befühlen Sie mich,—visitieren Sie mich—

Der Reisende. Das ist meines Amts nicht. Dazu trägt man auch nicht alles bei sich in der Tasche.

Martin Krumm. Nun gut! damit Sie sehen, daß ich ein ehrlicher Kerl bin, so will ich meine Schubsäcke selber umwenden.—Geben Sie acht! —(Beiseite.) Es müßte mit dem Teufel zugehen, wenn sie herausfiele.

Der Reisende. O macht Euch keine Mühe!

Martin Krumm. Nein, nein: Sie sollen's sehn, Sie sollen's sehn. (Er wendet die eine Tasche um.) Ist da eine Dose? Brotkrümel sind drinne: das liebe Gut! (Er wendet die andere um.) Da ist auch nichts! Ja; —doch! ein Stückchen Kalender.—Ich hebe es der Verse wegen auf, die über den Monaten stehen. Sie sind recht schnurrig.—Nu, aber daß wir weiterkommen. Geben sie acht: da will ich den dritten umwenden. (Bei dem Umwenden fallen zwei große Bärte heraus.) Der Henker! was laß ich da fallen?

(Er will sie hurtig aufheben, der Reisende aber ist hurtiger, und erwischt einen davon.)

Der Reisende. Was soll das vorstellen?

Martin Krumm (beiseite). O verdammt! ich denke, ich habe den Quark lange von mir gelegt.