Klosterbruder. Er schließt daraus,
Daß Gott zu großen, großen Dingen Euch
Müss' aufbehalten haben.

Tempelherr. Ja, zu großen!
Ein Judenmädchen aus dem Feu'r zu retten;
Auf Sinai neugier'ge Pilger zu
Geleiten; und dergleichen mehr.

Klosterbruder. Wird schon
Noch kommen!—Ist inzwischen auch nicht übel.—
Vielleicht hat selbst der Patriarch bereits
Weit wicht'gere Geschäfte für den Herrn.

Tempelherr.
So? meint Ihr, Bruder?—Hat er gar Euch schon
Was merken lassen?

Klosterbruder. Ei, Jawohl!—Ich soll
Den Herrn nur erst ergründen, ob er so
Der Mann wohl ist.

Tempelherr. Nun ja; ergründet nur!
(Ich will doch sehn, wie der ergründet!)—Nun?

Klosterbruder.
Das Kürzste wird wohl sein, daß ich dem Herrn
Ganz gradezu des Patriarchen Wunsch
Eröffne.

Tempelherr. Wohl!

Klosterbruder. Er hätte durch den Herrn
Ein Briefchen gern bestellt.

Tempelherr. Durch mich? Ich bin
Kein Bote.—Das, das wäre das Geschäft,
Das weit glorreicher sei, als Judenmädchen
Dem Feu'r entreißen?