„Warten wir noch ein wenig,“ sagte Lewin.
„Wie du willst.“
Sie standen jetzt fünfzehn Schritte voneinander entfernt.
„Stefan!“ hub da plötzlich und unvermittelt Lewin an, „weshalb sagst du mir denn nicht, ob deine Schwägerin sich verheiratet hat, oder wann dies geschehen wird?“
Lewin fühlte sich in diesem Augenblicke so fest und ruhig, daß keine Antwort, mochte sie lauten wie sie wollte, ihn hätte aufregen können. Aber das hätte er doch nicht erwartet, was Stefan Arkadjewitsch ihm mitteilte.
„Sie hat nicht daran gedacht zu heiraten, und denkt auch jetzt nicht daran; aber sie ist sehr krank und die Ärzte haben sie in das Ausland geschickt. Man fürchtet sogar für ihr Leben.“
„Was sagst du da!“ schrie Lewin. „Sie ist sehr krank? Was hat sie? Wie ist sie“ —
Im nämlichen Augenblick, als sie dies sprachen, spitzte Laska die Ohren und richtete den Blick erst nach dem Himmel, dann vorwurfsvoll auf die Sprechenden.
„Habt Ihr gar so viel Zeit gefunden, um plaudern zu können?“ schien der Hund zu denken, „und dort fliegt eine Schnepfe, da ist sie — sie werden sie verpassen.“