Er trat zu ihr, verbeugte sich und reichte ihr schweigend die Hand.
Wäre nicht das leichte Beben der Lippen, und die Feuchtigkeit, die ihr Auge überdeckte und es schimmern machte, gewesen, so würde das Lächeln fast ruhig gewesen sein, mit welchem sie sagte:
„Wie lange haben wir uns doch nicht gesehen!“ Mit verzweifelter Entschlossenheit drückte sie seine Hand mit ihrer kalten Rechten.
„Ihr habt mich nicht wieder gesehen, ich aber habe Euch nochmals gesehen,“ antwortete Lewin, von einem Lächeln des Glückes strahlend, „ich sah Euch, als Ihr von der Eisenbahn nach Jerguschowo fuhret.“
„Wann denn,“ frug sie erstaunt.
„Ihr fuhret nach Jerguschowo,“ sprach Lewin, welcher fühlte, daß er sich vor der Seligkeit verschluckte, die sein Inneres durchströmte. „Wie verwegen war es von mir, mit diesem rührenden Geschöpf etwas in Verbindung zu bringen, was nicht unschuldig hieße. Es scheint allerdings, als wäre wahr, was Darja Aleksandrowna gesagt hat,“ dachte er.
Stefan Arkadjewitsch nahm ihn am Arme und führte ihn zu Karenin.
„Gestattet mir, vorzustellen“ — er nannte beider Namen.
„Sehr angenehm, Euch wiederum zu begegnen,“ erwiderte Aleksey Aleksandrowitsch kühl, Lewin die Hand drückend.
„Ihr kennt Euch?“ frug Stefan Arkadjewitsch verwundert.