„Ja du hast mich übermannt und ich bin die Deine,“ sagte sie endlich, seine Hände an ihren Busen pressend.
„So mußte es sein!“ sagte er, „so lange wir leben, soll es so sein. Ich weiß dies jetzt!“
„Es ist wahr,“ antwortete sie, mehr und mehr erbleichend und seinen Kopf umfangend.
„Alles wird vorübergehen, alles, und wir werden glücklich sein! Unsere Liebe, wenn sie noch stärker werden könnte, würde wachsen dadurch, daß in ihr etwas Furchtbares liegt,“ fuhr er fort, den Kopf hebend und lächelnd seine festen Zähne zeigend.
Sie mußte diesem Lächeln antworten — nicht seinen Worten, wohl aber seinen liebevollen Blicken. Sie ergriff seine Hand und strich sich selbst damit über ihre kaltgewordenen Wangen und das kurzfrisierte Haar.
„Ich erkenne dich nicht wieder mit diesen kurzen Haaren. Du bist so hübscher geworden, mein Kleiner, aber wie bist du bleich!“
„Ja, ich bin sehr schwach,“ sagte sie lächelnd, und ihre Lippen bebten.
„Wir werden nach Italien gehen und du wirst dich da erholen,“ antwortete er.
„Sollte es möglich sein, daß wir Mann und Frau würden, wir allein, eine Familie mit dir?“ sagte sie, ihm nahe in die Augen schauend.
„Mich setzte nur in Erstaunen, wie dies einmal anders sein konnte.“