Er zuckte die Schultern mit dem Ausdruck der Unentschlossenheit und Verzweiflung.

„Aber wißt Ihr denn nicht“ — begann er.

„Ich will nichts wissen!“ schrie sie fast auf. „Ich will nicht! Bereue ich denn, was ich gethan habe? Nein, nein, und aber nein! Und geschähe wieder das Nämliche, von Anfang an, so wäre es wieder so. Für uns, für mich und Euch ist nur Eines von Wichtigkeit: ob wir uns gegenseitig lieben! — Andere Erwägungen giebt es nicht! Wozu wohnen wir hier gesondert und sehen uns nicht? Warum kann ich nicht ins Theater fahren? Ich liebe dich und mir ist alles gleich,“ sprach sie russisch, mit jenem eigenartigen, unverständlichen Glanz der Augen auf ihn blickend, „wenn du dich nicht verändert hast. Warum schaust du mich nicht an?“

Er blickte sie an. Er sah die ganze Schönheit ihres Gesichts, dieser Toilette, die ihr stets so gut zu Gesicht stand. Aber jetzt war gerade ihre Schönheit und Eleganz das, was ihn betroffen machte.

„Meine Empfindungen können sich nicht ändern; Ihr wißt es, aber ich bitte Euch, nicht dorthin zu fahren, ich beschwöre Euch,“ sprach er, wieder auf französisch, und mit zärtlicher Bitte in der Stimme, aber Kälte im Blick.

Sie hörte seine Worte nicht, sondern sah nur die Kälte des Blicks und antwortete gereizt:

„Ich bitte Euch nur, mir zu erklären, warum ich nicht fahren soll.“

„Weil es Euch Ursache werden könnte zu“ — er blieb stecken.

„Ich verstehe nichts. Jaschwin n'est pas compromettant und die Fürstin Barbara ist in nichts schlechter, als die anderen. — Da ist sie ja!“ —