„Aber ich rege mich ja gar nicht auf, maman; mir scheint nur, daß er heute seinen Antrag machen wird.“
„Ach; es ist so seltsam, wenn ein Mann eine Liebeserklärung macht. Erst ist so eine Scheidewand vorhanden, und plötzlich ist sie durchbrochen,“ sagte Dolly, gedankenvoll lächelnd und sich an die Vergangenheit mit Stefan Arkadjewitsch erinnernd.
„Mama, wie hat Euch denn Papa seine Liebeserklärung gemacht?“ frug Kity plötzlich.
„Es war nichts Außergewöhnliches dabei, sehr einfach,“ antwortete die Fürstin, aber ihr ganzes Gesicht erglänzte bei dieser Erinnerung.
„Nun, wie denn? Ihr habt ihn doch geliebt, bevor Euch noch erlaubt war, mit ihm zu sprechen.“
Kity fand einen eigenen Reiz darin, mit ihrer Mutter jetzt wie mit einer Gleichgestellten über diese höchsten Fragen des Frauenlebens sprechen zu können.
„Versteht sich, liebte er mich! Er kam zu uns auf das Land.“
„Aber wie entschied es sich? Mama?“
„Du denkst wahrscheinlich, daß ihr beide euch etwas Neues ausgedacht hättet? Es war ganz dieselbe Geschichte; mit Blicken und Lächeln“ —