„Nicht nur ich, auch Stefan hat es bemerkt. Er hat mir nach dem Thee offen gesagt, je crois, que Weslowskij fait un petit brin de cour à Kity.“
„Schön; jetzt bin ich beruhigt. Ich werde ihn davonjagen,“ sagte Lewin.
„Was willst du, hast du den Verstand verloren?“ rief Dolly mit Schrecken. „Was thust du, Konstantin, komme zur Besinnung!“ sagte sie dann lachend — „jetzt kannst du zu Fanny gehen“ — wandte sie sich zu Mascha. — „Nein; wenn du schon willst, so werde ich es Stefan sagen; er mag ihn mit fortnehmen. Man kann ja sagen, du erwartetest Gäste. Überhaupt gehört er ja nicht zu unserem Hause.“
„Nein; das sage ich auch.“
„Aber du wirst Händel suchen?“
„Keineswegs. Mir wird es so ganz lieb sein,“ sagte Lewin, in der That mit heiter glänzenden Augen. „Nun aber vergieb ihr, Dolly; sie wird es nicht wieder thun,“ sagte er zu der kleinen Sünderin, die nicht zu Fanny ging und unentschlossen vor der Mutter stand von unten her schielend und wartend, und ihren Blick suchend.
Die Mutter schaute sie an. Das Kind begann zu schluchzen und vergrub das Gesicht zwischen die Kniee der Mutter, Dolly aber legte ihre hagere, zarte Hand auf des Kindes Haupt.
„Was ist denn Gemeinsames zwischen uns und ihm?“ dachte Lewin, und ging, um Wjeslowskij aufzusuchen.
Als er durch das Vorzimmer ging, befahl er anzuspannen, um auf die Station fahren zu können.