„So ist es auch bei uns, da hat sich unser Freund Nikolay Iwanitsch, oder jetzt Graf Wronskiy seßhaft gemacht, die eine agronomische Industrie einführen wollen; aber das hat nicht weiter, als bis zu Kapitalverlust geführt.“

„Aber weshalb machen wir es nicht, wie die Kaufleute? Warum fällen wir nicht die Bäume im Garten der Rinde halber?“ sagte Lewin, auf den Gedanken zurückgreifend, der ihn frappiert hatte.

„Nun, wie Ihr sagtet, man hütet sein Feuer. Dieses wäre ja auch nicht ein adliges Verfahren. Unsere adlige Thätigkeit vollzieht sich nicht hier, bei den Wahlen, sondern in unserem Winkel. Es giebt auch einen Standesinstinkt bezüglich dessen, was man soll und was man nicht soll. Bei den Bauern ist es ebenso; wenn ein Bauer gut ist, so sucht er soviel Land zu pachten, als er kann. So schlecht dieses nun sein mag, er pflügt es. Gleichfalls ohne Berechnung, und geradezu zu seinem Schaden.“

„Wie wir“ — sagte Lewin. „Es ist nur außerordentlich angenehm, Euch zu treffen,“ fügte er hinzu, indem er Swijashskiy zu ihm herantreten sah.

„Ah, wir begegnen uns wohl zum erstenmal wieder, seit ich bei Euch war,“ begrüßte ihn der Gutsbesitzer, „wir haben uns auch verschworen.“

„Wie, schmäht Ihr neue Einrichtungen?“ frug Swijashskiy lächelnd.

„Ein wenig.“

„Man hat uns den Mut benommen.“

30.