„Hast du nicht Angst?“

Sie lächelte geringschätzig.

„Nicht die Idee,“ sagte sie.

„Wenn also Etwas vorkommen sollte, ich bin bei Katawasoff.“

„Nein; es wird nichts vorkommen; denke auch du nicht daran. Ich werde mit Papa auf den Boulevard fahren; wir wollen zu Dolly; vor dem Essen erwarte ich dich. — Ach ja! Du weißt wohl, daß die Lage Dollys entschieden unhaltbar wird? Sie ist über und über verschuldet, und Geld hat sie nicht. Ich habe gestern mit Mama und mit Arseniy,“ — so nannte sie den Gatten ihrer Schwester, der Lwowa — „gesprochen, und wir haben beschlossen, dich und ihn zu Stefan zu schicken. So ist es entschieden nicht mehr möglich. Mit Papa läßt sich darüber nicht sprechen, doch wenn ihr beide“ —

„Aber was können wir thun?“ frug Lewin.

„Du wirst doch wohl zu Arseniy gehen, sprich mit ihm; er wird dir sagen, was wir beschlossen haben.“

„Nun, mit Arseniy bin ich im voraus in allem einverstanden. Ich werde also zu ihm fahren. Sollten sie gerade ins Konzert gehen, so werde ich auch mit Nataly dorthin fahren. Jetzt leb' wohl.“

Auf der Treppe hielt Lewin der alte, noch unverheiratet lebende Diener Kusma zurück, welcher den Haushalt in der Stadt verwaltete.

„Der Krasavtschik,“ dies war das Handpferd, welches mit vom Lande hereingebracht worden war, „ist beschlagen worden, er hinkt aber immer noch,“ berichtete er, „was befehlt ihr nun?“