Er reiste ab, sowohl, um sich für einige Wochen zu erholen, als um in der ländlichen Einsamkeit sich an dem Anblick der Erhebung des Volksgeistes zu freuen, von der er und alle Bewohner der Stadt vollständig überzeugt waren. Katawasoff, der schon längst ein Lewin gegebenes Versprechen, diesen zu besuchen, hatte erfüllen wollen, reiste mit ihm zusammen.
2.
Sergey Iwanowitsch und Katawasoff hatten kaum die heute besonders von Menschen belebte Station der Kursker Eisenbahn erreicht, und sich beim Verlassen des Wagens nach dem mit dem Gepäck nachkommenden Diener umgesehen, als in vier Mietkutschen Freiwillige anlangten. Damen mit Bouquets kamen ihnen entgegen, und sie betraten im Geleite von Scharen hinter ihnen drein strömender Menschen die Station.
Eine von den Damen, welche die Freiwilligen begrüßten, wandte sich, indem sie den Saal verließ, an Sergey Iwanowitsch.
„Seid Ihr auch gekommen, ihnen das Geleite zu geben?“ frug sie auf französisch.
„Nein; ich reise für mich, Fürstin, um mich bei meinem Bruder zu erholen. Ihr gebt wohl fortwährend Geleit?“ frug Sergey Iwanowitsch mit einem kaum merklichen Lächeln.
„Das ginge ja nicht,“ antwortete die Fürstin, „aber freilich haben wir selbst bereits achthundert befördert. Malwinskiy glaubte es mir nicht.“
„Mehr als achthundert! Wenn man diejenigen mitzählt, welche nicht direkt von Moskau expediert worden sind, so wären es schon mehr als tausend,“ sagte Sergey Iwanowitsch.
„Da haben wir's. Das habe ich ja gesagt!“ pflichtete die Dame freudig bei. „Und nicht wahr, es ist jetzt ungefähr eine Million dafür geopfert worden?“