Ich lachte und konnte unmöglich verstehen, worüber er sich so freute und was da so gut paßte.
»Nun, sagen Sie mir aufrichtig, die Hand aufs Herz,« fuhr er fort, sich scherzend an mich wendend, »wäre es denn für Sie kein Unglück, Ihr Leben an das eines alten, abgelebten Mannes zu binden, der nur noch ruhig sitzen will, während in Ihnen Gott weiß was für Wünsche gären?«
Ich wurde verlegen und schwieg, da ich nicht wußte, was darauf zu antworten.
»Ich mache Ihnen ja keinen Antrag,« fuhr er lachend fort. »Sagen Sie mir aber aufrichtig, Sie ersehnen sich doch nicht einen solchen Mann, wenn Sie abends allein durch die Alleen wandeln? Das wäre doch ein Unglück?«
»Kein Unglück …« begann ich.
»Gut wäre es aber auch nicht,« sprach er meinen Satz zu Ende.
»Aber ich kann auch irren …«
Er unterbrach mich wieder.
»Nun sehen Sie es selbst. Sie hat vollkommen recht, ich bin ihr für die Aufrichtigkeit dankbar und freue mich, daß die Rede darauf gekommen ist! Und noch mehr als das, es wäre auch für mich das größte Unglück,« fügte er hinzu.
»Sie sind doch wirklich komisch und haben sich nicht im geringsten verändert,« sagte Katja und verließ die Terrasse, um den Tisch zum Abendessen decken zu lassen.