An diesem ganzen Abend sprach er sehr wenig mit mir, aber ich las in jedem seiner Worte, die er an Katja oder Ssonja richtete, in jeder seiner Bewegungen, in jedem seiner Blicke seine Liebe, und ich zweifelte nicht mehr an ihr. Es verdroß und dauerte mich nur, daß er es für nötig hielt, sein Gefühl zu verheimlichen und sich kalt zu stellen, wo alles schon so klar war und wo man auf eine so leichte und einfache Weise so unglaublich glücklich werden konnte. Aber mich bedrückte es immer wie ein Verbrechen, daß ich zu ihm in das Gewächshaus hineingesprungen war. Mir schien immer, als würde er nun aufhören, mich zu achten und als sei er mir böse.

Nach dem Tee trat ich ans Klavier, und er folgte mir.

»Spielen Sie mir doch etwas, ich habe Sie schon lange nicht spielen hören,« sagte er, als er mich im Wohnzimmer einholte.

»Ich wollte auch selbst … Ssergej Michailytsch!« sagte ich, ihm plötzlich gerade in die Augen blickend. »Sie sind mir doch nicht böse?«

»Weshalb denn?« fragte er.

»Weil ich heute nachmittag auf Sie nicht gehört habe,« antwortete ich errötend.

Er verstand, was ich meinte, schüttelte den Kopf und lächelte. Sein Blick sagte mir, daß er mich schelten müßte, aber keine Kraft dazu hätte.

»Es ist nichts passiert, wir sind wieder gute Freunde,« sagte ich, indem ich mich ans Klavier setzte.

»Und ob!« antwortete er.