Vielleicht, antwortete Kalugin. Ich war mehr auf dem rechten; ich bin zweimal hingekommen: Einmal suchte ich den General und das andere Mal ging ich so hin – die Verschanzung anzusehen. Da ging es heiß her.

Ja, gewiß, so ist es, Kalugin weiß es, sagte Fürst Galzin zu dem Oberst. Weißt du, heute hat mir W... von dir gesagt, du seist ein tapfrer ...

Aber Verluste, schreckliche Verluste, sagte der Oberst. Von meinem Regiment sind 400 Mann gefallen. Ein Wunder, daß ich lebendig davongekommen bin.

Da zeigte sich am andern Ende des Boulevards die Gestalt Michajlows mit verbundenem Kopfe; er ging auf sie zu.

Wie, Sie sind verwundet, Kapitän? sagte Kalugin.

Ja, ein wenig, durch einen Stein, antwortete Michajlow.

Est ce que pavillon est baissé déjà? fragte Fürst Galzin und sah dabei nach der Mütze des Stabskapitäns, ohne sich an eine bestimmte Person zu wenden.

Non, pas encore, antwortete Michajlow, der gern zeigen wollte, daß er französisch verstehe und spreche.

Dauert denn der Waffenstillstand noch fort? sagte Galzin russisch, und wandte sich an den Kapitän, um dadurch, wie dem Stabskapitän schien, auszudrücken, es muß Ihnen wohl schwer fallen, französisch zu sprechen und ist doch wohl besser geradezu ... Und damit entfernten sich die Adjutanten von ihm. Der Stabskapitän fühlte sich, wie gestern, außerordentlich vereinsamt, begrüßte mehrere, und da er sich zu den einen nicht gesellen wollte und zu den andern heranzutreten sich nicht entschließen konnte, setzte er sich in der Nähe des Kasarskij-Denkmals nieder und rauchte eine Cigarette an.