Auch ich glaube, wir werden es hier erhalten, sagte er in einem Tone, der bewies, daß er jetzt, wo er auf dreißig Stationen ein und dasselbe gefragt und überall eine andere Antwort erhalten hatte, niemandem mehr recht glaubte.

V

Wer hat die Kohlsuppe verlangt? rief die ziemlich schmutzige Wirtin, ein dickes Weib von etwa vierzig Jahren, die mit einer Schüssel Suppe ins Zimmer trat.

Das Gespräch verstummte im Augenblick, und alle Anwesenden hefteten ihre Blicke auf die Schenkwirtin. Einer der Offiziere blinzelte sogar, mit einem Blick nach ihr, einem Kameraden zu.

Ach, Koselzow hat sie verlangt! antwortete der junge Offizier: man muß ihn wecken. Steh auf, um zu essen! rief er, ging zu dem auf dem Sofa Schlafenden und rüttelte ihn an der Schulter.

Ein junger Mensch von siebzehn Jahren, mit muntern schwarzen Augen und roten Wangen, sprang vom Sofa auf und blieb, sich die Augen reibend, mitten im Zimmer stehen.

Ach, entschuldigen Sie gefälligst, sagte er zum Doktor, den er beim Aufstehen angestoßen hatte.

Leutnant Koselzow hatte sogleich seinen Bruder erkannt und ging auf ihn zu.

Erkennst du mich nicht? fragte er lächelnd.