Da höre ich, wie der Kapitän den ersten Steuermann einlädt: »Ich lad Sie zum Diner ein.«

»Dank schön, Kaptein, dank schön.«

»Awwer de Kragen umbinnen, de Konsul kümmt.«

»Dank schön, Kaptein,« sagte der Erste, und streicht schmunzelnd den Bart. Dann geht der Kapitän zum zweiten Steuermann. »Ich lad Sie ein, heut abend um acht Uhr, der Konsul kommt.«

»Dank schön, Kaptein,« sagte der Zweite und wischt schmunzelnd den Handrücken längs des Bartes.

Es war ein Sonnabend. Ich sehe die Enten da, wie sie in die Pfanne gebracht werden. Ich sitze an der Luke und setze einen Flicken auf meine Hose, tue, als ob ich nichts weiter vorhabe, beobachte heimlich die Enten, die jetzt gerade mit Pflaumen und Äpfeln gefüllt werden (das mag ich ja so gern), und warte nur auf den Augenblick, wo Smutje nach achtern geht und Zutaten holt.

Ich ahne gar nicht, daß der Kapitän auf der Brücke sitzt, die Zeitung liest und dabei die Enten unter Auge hält. Er hat ein Loch in die Zeitung gebohrt und peilt dadurch auf die Enten.

Mich konnte er nicht gewahren, weil Kapitän, Mast und ich in einer Peilung stehen, aber da sieht er die überstehende Hose, an der ich flicke, und auf einmal fliegt mir ein Lukenkeil ins Genick: »Du Spitzbube, du riechst wohl Heimatklänge? Hast dir die Büx zum Einpacken gleich mitgebracht. Aber töw man!«

Ich verließ also meinen Platz und brummte: »Ich brauche Ihre Enten nicht, ich habe mehr Enten gegessen in meinem Leben wie Sie.« Dieser Angriff war abgeschlagen.

Abends kommt der Konsul. Der Kapitän empfängt ihn. Man hat sich fein gemacht zum Diner, Wäsche angezogen und so weiter, die Nägel geputzt. Der Konsul wird in die Kajüte gebracht. Er ist der einzige, der eine Serviette bekommt. Nauke und ich hatten uns auf den Lichtschacht gesetzt und guckten zu, wie da die drei Enten auf dem Tisch lagen. Wir hatten uns schon einen Bootshaken mitgebracht für den Augenblick, wo sich der Konsul verabschiedete, und ordentlich Tabak für die Zwischenzeit und warteten und hörten zu.