„Und was ist dann wahr?“ fragte er eisig.
„Das!“ rief sie und warf ihm die Briefe hin.
„Gut!“ sprach er kalt, nachdem er sie gelesen; „und was wird dadurch gehoben?“
„Die Veranlassung zum Duell.“
„Mit nichten! er — wie Sie den Regierungsrath Forster zu nennen belieben — hat mich beleidigt.“
„Aber Sie haben ihn gereizt, verleumdet“ .... —
„Nur gesagt, was damals Wahrheit war! und wer weiß denn, ob die Briefe nicht falsch sind.“
„Ignaz ... Sie sind schlecht!“ rief Tosca empört.
„Ah bah, schöne Tante!“ rief Ignaz heftig, „ich handle für Sie, zu Ihrem Heil, für Ihr Glück, ich warne Sie, ich rette Sie — und Sie machen mir die seltsamsten Vorwürfe in einem Augenblick, wo ich vielleicht für Sie sterben werde ... das ist um die Geduld zu verlieren!“
„O Ignaz!“ rief Tosca ganz außer sich, „nur nicht sterben! nicht Sie, nicht er sollen sterben. Es geht nicht, ich will’s nicht! ... O Ignaz! Gott will es nicht!“