„Rührt die Musik Ihr Gewissen?“ fragte sie.

„Also haben Sie mir nicht vergeben!“ rief er.

Sie legte den Finger an die Lippen, und sagte dann: „Ich habe Ihnen vergeben.“

„Und warum haben Sie es gethan?“

„Weil Sie gutgemacht haben.“

„Wodurch?“

„Durch Ihre Erzählung von gestern Abend.“

„Und nun?“

„Und nun?“ wiederholte sie und sah ihm mit ihren großen mächtigen Augen grad’ ins Antlitz. Es glitt ein Rosenschimmer, wie der Wiederschein einer hohen Freude, über ihre Wangen; sie sah aus wie innerlich illuminirt, und sagte endlich: „O ... nun ist’s gut.“

Die Musik begann von Neuem. „Sie hat recht!“ dachte Sigismund; „nun ist’s gut .... zwischen ihr und mir. Ihr schönes lichtes Wesen bedarf des Friedens! weil es so friedlich ist wie der Regenbogen, und so hoch wie der Regenbogen — darum ist’s auch magisch und herzstärkend, wie er. Du bist sehr göttlich, Tosca Beiron.“ — — — Das Conzert war zu Ende. — — —