»Gott weiß, vielleicht war es nur sein abgeschiedener Geist, der, in ein Cape gehüllt, davoneilte, und seine Gebeine bleichen auf der kosmischen Wiese –«
Susanna lächelte ungläubig und sagte mit einem Seufzer:
»Ach, ich mag bald überhaupt nichts mehr davon hören, hoffentlich gibt es nun endlich wieder Ruhe.«
»Glauben Sie nur das nicht,« erwiderte Adrian leicht mysteriös, »es sollen selbst im inneren Kreise Mißhelligkeiten herrschen. Delius ist seit dem Fest sehr verstimmt – wegen der Lampengeschichte –«
»Lampengeschichte?«
»Aber ich bitte Sie – Sie waren doch selbst dabei, als der erste Umzug beginnen sollte, – Delius hatte eine kleine antike Lampe in der Hand.«
»Richtig, ja, und Frau Hofmann beschwor ihn, sie wegzustellen, weil sie tropfte – –«
»Das war eben nur ein Vorwand, der Cäsar sollte der einzige sein, der ein Licht trug. Jedenfalls faßte Delius es so auf; ich hörte selbst, wie er leidenschaftlich ausrief: ›Nein – nein, ich lasse sie mir nicht fortnehmen,‹ und auch nachher noch ganz empört zu einer Bacchantin äußerte: ›Denken Sie nur, die Lampe haben sie mir nehmen wollen – es scheint, daß in diesem Hause niemand außer dem Cäsar ein Licht tragen darf.‹ Wie ich Delius kenne, wird er das nicht sobald wieder vergessen – aber Gott sei Dank, mich berührt das alles jetzt nicht weiter, – ich gehe nach Berlin. Hoffentlich sehen wir uns dort bei Gelegenheit einmal wieder.«
Damit verabschiedete er sich und eilte froh einer neuen Zukunft entgegen. Wir aber blieben deprimiert zurück.