»C’est extraordinaire; voilà bien des années, que nous ne nous sommes vus (früher hatten wir uns häufig gesehen) et je vous retrouve au même point – avec ce fond de sable mouvant, qui m’a toujours frappé dans vos oeuvres, quelque charmantes qu’elles soient. J’espérais, que le temps vous aurait mis sur un terrain plus solide.«[(1)]
Turgenjew lachte über meine Offenheit. »Dabei habe ich große Fortschritte gemacht,« erwiderte er. »Denken Sie sich, ich liebe jetzt sogar die Natur nur auf der Leinewand.«
Diese Bemerkung des Verfassers der »Aufzeichnungen eines Jägers«, in denen alles Liebe zur Natur atmet, brachte mich fast zur Empörung. »Glauben Sie sich damit ein Lob auszustellen?« fragte ich und fügte gleich hinzu: »Da wir gerade von besonderen Dingen reden – erklären Sie mir, warum in Ihren Erzählungen niemals Kinder vorkommen?«
Dieses Mal erschrak er.
»Ihre Bemerkung verblüfft mich um so mehr,« war die Antwort, »weil ich sie fast zum erstenmal höre. Sie ist aber richtig; ich liebe Kinder nicht.«
Darauf erwiderte ich mit Achselzucken.
Das Gespräch kam auf die Unsterblichkeit der Seele. Turgenjew erklärte kategorisch, er glaube nicht an diese Unsterblichkeit.
»Sie sagten vorhin, Sie hätten viele Freunde gehabt? Wie steht es mit denen, die nicht mehr sind?«
»Die leben in meiner Erinnerung fort, und das genügt mir,« war seine Antwort.
Wir sprachen über das Neue Testament. Turgenjew äußerte sich darüber, wie über ein wenig bekanntes Buch.