Er ging noch einige Augenblicke schweigend und tief nachdenkend auf und nieder; dann klingelte er und befahl seinen Wagen, um nach St. Cloud zurückzufahren.

Langsam fuhr er aus dem Hof der Tuilerien heraus und über den Place la
Concorde nach den Champs Elysées hin. Überall wogten dichte
Menschenmassen, und bis nach dem Bois de Boulogne hin wurde der Kaiser
mit enthusiastischen Hochrufen begrüßt.

„Nieder mit Preußen!“ rief man ihm aus allen Gruppen entgegen.

„Nach Berlin!“

Am Arc de Triomphe begegnete der Kaiser einem Bataillon der Voltigeurs der Garde, welches von einer Feldübung zurückkehrte und bestimmt war, in den nächsten Tagen nach Metz abzugehen.

Der Kaiser fuhr langsam im Schritt an den Soldaten vorbei, welche bei seinem Anblick ihre Käppis auf die Spitze der Bajonette steckten und laut sangen:

„Ça ira, ça ira, ça ira — Bismarc à la lanterne,
Ça ira, ça ira, ça ira — Bismarc on le pendra.“

Napoleon legte lächelnd die Hand an den Hut und lange noch klang seinem Wagen diese alte Melodie aus der Schreckenszeit der Revolution nach, welche der Soldatenwitz mit diesem neuen Text versehen hatte.

Der Arc de Triomphe glänzte im Licht der Abendsonne, ruhig blickte das steinerne Antlitz des großen Kaisers von dem stolzen Bau herab.

Die jubelnde Menge begleitete die Soldaten, in ihren Gesang einfallend, während der Kaiser in den frischen, zierlich gepflegten Park einfuhr, in welchem die elegante Welt von Paris ihre Abendpromenade machte, und über welchem am Horizont die gewaltigen Umrisse des Mont Valerien emporragten.