„Befehlen Euer Majestät,“ sagte die junge Dame sodann, „daß ich einen bestimmten Geist rufen soll, oder wollen Sie den mir persönlich befreundeten Geist hören.“

Abermals konnte der Kaiser ein leichtes Lächeln nicht unterdrücken.

„Ich bitte Sie zunächst Ihren Geist kommen zu lassen, Mademoiselle,“ sagte er.

„Es ist der Geist meiner Mutter,“ erwiderte Mademoiselle Lesueur, „und er wird sogleich erscheinen.“

Sie beugte sich ein wenig nieder und flüsterte eine unverständliche
Formel leise vor sich hin.

Wenige Augenblicke darauf begann der Tisch leise zu zittern.

Der Kaiser drückte die Hände stärker auf die Platte, allein die unruhige, beinahe wellenförmige Bewegung des Holzes vermehrte sich immer mehr und mehr. Nach kurzer Zeit hob sich der Tisch auf der Seite des Kaisers ein wenig in die Höhe und blieb in dieser schwebenden Stellung stehen.

„Der Geist ist da,“ sagte Mademoiselle Lesueur, „und bereit, Euer Majestät zu antworten. Ich bitte, Euer Majestät, zu fragen, — es ist aber nicht nöthig, daß Sie die Frage aussprechen, Sie können Sie in Gedanken stellen, die Geister haben die Kraft, die Gedanken zu lesen.“

Der Kaiser dachte einen Augenblick nach.

„Kann mir der Geist,“ fragte er, „den Namen nennen, an welchen ich in diesem Augenblick denke?“