„Wie heißt der Name?“ fragte Mademoiselle Lesueur mit gesenktem Haupt und leiser Stimme.
Der Tisch setzte sich sogleich in eine lebhafte Bewegung. Er schwankte einige Male stark hin und her, dann senkten sich die beiden erhobenen Füße desselben nieder, und in rascher Folge begann er scharf und vernehmbar auf das Parquet zu klopfen, immer nach einer gewissen Zahl von Schlägen inne haltend.
Mademoiselle Lesueur folgte aufmerksam diesen Schlägen, mit leiser
Stimme sagte sie: B-e-a-u-r-y.
„Der Name, an den Euer Majestät gedacht, heißt Beaury,“ sprach sie dann ruhig und bestimmt, den Blick fest auf den Kaiser richtend.
Napoleon zuckte zusammen, erschrocken blickte er in das lächelnde
Gesicht der jungen Dame.
„Sie haben Recht,“ sagte er, „der Geist hat den Namen richtig gelesen.“
Er bog sich einen Augenblick zurück und blickte unter den Tisch, dessen
Füße unmittelbar an der Platte befestigt waren.
Die vier Füße standen vollkommen frei, auf dem Boden, Mademoiselle Lesueur etwas vorgebeugt, saß so weit zurück, daß nicht einmal der Saum ihres Kleides die Füße des Tisches berührte.
Der Kaiser schüttelte den Kopf und legte die Hände wieder auf den Tisch.
„Da Ihr Geist,“ sagte er, „den Namen gelesen hat, an welchen ich gedacht, so wird er mir auch eine andere Frage beantworten können, welche sich an diesen Namen knüpft.“