„Ich bitte Euer Majestät,“ sagte Mademoiselle Lesueur, „die Frage in
Ihren Gedanken zu formuliren —“

Abermals begann der Tisch zu schwingen und zu zittern, diesmal stärker als vorher.

Nach kurzer Zeit schlugen die Füße abermals regelmäßig und schnell hinter einander auf das Parquet.

„Wollen Sie die Güte haben, zu schreiben,“ sagte Mademoiselle Lesueur, sich zu Pietri wendend, welcher schnell ein Blatt Papier und einen Bleistift nahm und die Buchstaben notirte, welche Mademoiselle Lesueur in schneller Folge ihm sagte.

Der Tisch hielt an.

„Wollen Sie die Antwort lesen,“ sagte die junge Dame, zu Herrn Pietri gewendet.

Pietri las.

„Der Kaiser wird ruhig im Kreise der Seinen sterben, keine Waffe weder in der Schlacht noch in der Hand des Meuchelmörders wird seinem Leben Gefahr bringen.“

„Diese Antwort paßt allerdings auf meine Frage,“ sagte der Kaiser, „aber sagt sie die Wahrheit?“

„Es steht Eurer Majestät frei, zu glauben oder nicht,“ erwiderte Mademoiselle Lesueur, „ich für meine Person bin davon überzeugt, daß die Geister die Wahrheit sagen, wenn sie sie kennen — sie sind nicht allwissend — das ist Gott allein — aber sie wissen viel, und namentlich ist ihnen die Macht gegeben, das Schicksal derer zu lesen, mit denen ihre körperliche Hülle einst durch die Bande des Blutes verbunden war.