Wahl? Wird man denn nicht geboren für den einen oder anderen Weg?
Wahl? Freiheit? Schicksal?
Verstört vermochte meine Seele niemals zu singen! Sie war dann nicht – Stimme.
Die mir die Seele, die Stimme verstörten, anima, die Zarte, die vom Herzen lebt, sie waren die wahren, furchtbaren Störer, die Verstörer, die Dämonen, vor denen ich zitterte mein Lebenlang!
In welcher Verödung habe ich doch gelebt. Ich, deren Herz die Freude und die Güte braucht, um nicht zu verenden, wie so ein Fisch im Sande.
Ihr, die ihr in Verödung lebt, – betet, betet zur Sonne! Und wendet den Kopf nur immer wieder fromm nach ihr. Bis sie euch gnädig mit ihren goldenen Feuernetzen erreicht hat, ihr armen Fische, und euch aus Sand und Schutt und Staub heraus- und in ihr Element hinüberzieht, indem ihr so leicht und frei werdet wie Seelen, die eine arme, schwere, schuppige Fischhaut losgeworden sind und frei, – frei und erlöst im Äther schweben.
Dunkle Zeiten habe ich in meinem Leben hinter mir. Verzweiflungen, aus denen ich mich zusammenklauben mußte, Stück für Stück. Das war, da sie, die Mächte, mir den Willen brechen wollten. Den Willen zu mir. Schwer rangen sie miteinander, er und jene. Nahe, nahe war er dem Untergang. Aber die Stimme, seine Stimme, rief ihn und trieb ihn und jagte ihn empor. Von ihr hing immer alles ab, das wußte ich! Entfloh sie mir, war er verloren und ich mit ihm und das Leben verwettet.