Und dann kam ich im Hut mit der umgehängten Reisetasche.
»Die Ringe, die Sie an der Tasche haben, taugen nichts. Sehen Sie, sie öffnen sich ja. Sie werden sie verlieren. Es müßten Schlüsselringe sein, en miniature.«
»Ja, ich habe sie so gekauft, die Tasche. Die Ringe werden wohl halten.«
»Nehmen Sie die Ringe von mir,« sagtest du, »denn sonst verlieren Sie die Tasche. Ich reise erst nachts und kann mir bis dahin noch andere besorgen.« Und du löstest von deiner Reisetasche die Ringe, an denen der Riemen hängt, und befestigtest sie an der meinen. Es waren das feste Stahlringe, mehrfach gewunden, wie Schlüsselringe, daß das, was sie zusammenhalten sollen, nicht verloren werden konnte.
Der Wagen kam.
»Adieu, Herr Professor. Ich muß jetzt – reisen. Und ich danke Ihnen für die Ringe.«
»Leben Sie wohl. Ich danke Ihnen für die Myrte.«
Deine Hand hielt die meine. Die goldenen glatten Ringe, die deine wie meine Hand trug, berührten einander einen Augenblick lang klirrend. Wie kam das? Zitterten denn die Hände?
Und dann mußte ich reisen, – hochzeitsreisen mit Rudi Neudorfer!
Ja, ich mußte.