Da kam ich wieder. Und wir sangen, am deutschen Herd, ein Lied von der heiligen Minne! – –
Und Freund Walthahari schrieb, was wir ihm sangen und rieten, am selbigen Abend noch nieder, mit gar zierlichen Zeichen.
Und überreichte mir, da am anderen Morgen sein Roß gesattelt stand und ihn uns entführte, ein Röllchen. »Nehmet ein armes Gastgeschenk, vieltraute Frouve!«
Und ich entrollte es, und da stand:
»Minn' ist zweier Herzen Freude.«
Da galoppierte er schon ferne durch den Schnee und winkte uns, die wir unter dem Tore standen, grüßend mit dem Hute zurück. – – –
Pietà war meine Liebe zu ihm.
Freude, hohe Freude ist meine Liebe zu dir! »In jede hohe Freude mischt sich ein Gefühl der Dankbarkeit«, schrieb Wagner an Mathilde. Und jede solche demütige, hohe Freude ist, so will es mir scheinen, religiös. Fromm macht diese Freudigkeit.