| »O still – ich könnte sonst erschrecken, |
| Könnt' ich den Winkel nicht entdecken, |
| Der unzerstört für Gott verbliebe, |
| Beim Tode deiner Liebe.« |
Unter der Brandung – weiß sich die Welle ihres Elementes.
O still – ich könnte sonst erschrecken ...
In einer Ode von Walt Whitman heißt es: »Kommt dir, Träumer, denn kein Gedanke, daß dies alles nur Maja sein könnte und Täuschung?« Maja ... Nicht anders konnte die heißen, von der diese Blätter erzählen. Aber die lebende Maja weiß von keiner Täuschung dessen, – der ihrem Herzen Treue hält! Und bist nicht Du es, so ist es der Geliebte ihrer Sehnsucht und sie gehört ihm – für Zeit und Ewigkeit.
Warum, warum sind diese Gefühle über mich gekommen? Woher? Was fiel mir da ins Herz und wuchs und trieb darin, bis es herausquoll mit seltsamen, düsteren Tönen?
Wie ein Saitenspiel ist dieses mein Herz. Und mit lebenbebenden Händen greife ich selbst hinein, mitten hinein. Und was mir da unter diesen bebenden Händen, die nicht ruhen können, die nicht los mehr kommen vom Instrument, geheimnisvoll gezwungen zum Spiel, erbraust, – o großer Gott, es ist ein volles Lied. Ich fühl's an der Bewegung der Saiten dieser meiner wunderbaren Laute. Die Symphonie erbraust.
Warum geschah es mir, – daß dieses Dunkle mir hineinklingen mußte in mein Lied? War es vielleicht, damit das Lied – ein echtes Menschenlied? Ward es deswegen über mich verhängt?
Sym – phonie! Phoné – die Stimme, der Ruf. Stimmenzusammenklang!
War es, daß kein Ruf, keine Stimme fehle, die dem Leben gehört?