Da liegt es vor mir, – ein Lied. Ich finde es hier und mich dabei, eine Feder liegt daneben und die Blätter, die Blätter vor mir. Es wird wohl so sein, daß ich es schrieb. Aber wie, wie geschah es?
Wie drang in das, was dämmerhaft, – »die heller war, die Melodie?«
»Es drang in sie.« Das Eindringende: das Bewältigende, das Stärkere. Der Tag, das männliche Prinzip, dringt in sie, die Nacht. Aber stärker und heller noch als er, ist, was der »Stimme«, des Vogels Stimme, da nach Melodie sie ringt, entquillt. Sie, die Melodie, überklingt den Tag.
Aber heller noch als diese Melodie, um die der Vogel rang, ist jene andere: die aus den Augen bricht als Licht! Menschenbewußtheit, deutlichste Melodie der Menschenstimme, – anima.
Sie überdringt, überklingt, überwältigt alles, alles, was dämmerhaft. Und dringt ein, zeugend.
Und siehe, – ein Paar auf dem Lager, ein Menschenpaar: Ursymbol des Gesanges von der Begattung des Dämmernden durch das Lichtere.
Näher, näher ist das Weib dem Dunkel, denn der Mann. Näher dem Kreißenden, aus dem – Welt ward, da die Stimme hineindrang, die das Licht befahl.
Es drang in sie, die Nacht, da sie als Chaos kreißte, – die heller war: die Melodie, – der Logos. Da ward sie Form und – Welt.