Wann begann es doch eigentlich? Dieses mit den Blättern und – jenes andere? Geheimnisvoll verbunden beides.
Aber ich kann es nicht herausbekommen. Wie man den Augenblick nicht feststellen kann, in dem ein Schiff in See sticht. Man spürt die Stöße der Maschine, man hört, wie die Schraube sich wühlend in die Tiefe bohrt, schäumend und brausend wallt es auf ringsum, – liegt man noch, fährt man schon?
Plötzlich ist man draußen auf See.
Was ist es, das uns so verbindet?
Sind wir denn so »gleich«? Nein. Oder so verschieden? Noch viel weniger. So wenig gleich und so wenig verschieden wie – Verse, die sich reimen.
Wie lauteten doch jene klugen Definitionen vom Wesen der Lyrik, die jener Künstler und Kenner gab? Wie sollen sich doch die Verse zueinander finden? »Frei und doch notwendig.« Und wie ist's mit uns? Ich glaube, ich glaube ganz wie in der echten Lyrik: »Ohne Umstellungen, Inversionen, Gewalttaten, Kompromisse. Es fließt dahin wie edle Prosa und doch nicht Prosa«, ganz wie in der echten Lyrik. Und der Gedanke, der Gedanke in dem Gedicht »Wir« ist auch nicht schlecht! »Die Harmonie der Form strömt aus der des Inhaltes, es bimmelt nicht nur, es hat auch Sinn, hat tiefen, klaren Sinn und bimmelt doch, leicht, lieblich und – geheimnisvoll!«
Stimmt! Stimmt alles!
Damals als ich mit Dimitri war und stimmlos wurde an ihm, hatte jener Künstler mir gesagt: »In diesem Katarakt ist Ihre Stimme untergegangen.«