Sobald ich meinen amtlichen Gegenbesuch gemacht hatte und vom Mandarin zum Abendessen eingeladen worden war, ging ich an das Abmontieren meines Flugzeuges.

Doch das war leichter gesagt als getan. Ich selber hatte nur einen Schraubenschlüssel mit und suchte nun nach Werkzeugen. Ach, ich befand mich ja in China, in einer Gegend des Landes, wo es noch genau so aussah wie vor tausend Jahren und Schraubenschlüssel und Schraubenzieher etwas Unbekanntes waren.

Endlich entdeckte ich in der Amerikanischen Mission eine Axt und ein kümmerliches sägenähnliches Ding.

Damit ging es an die Arbeit, und da ich wenigstens meinen treuen hundertpferdigen Mercedesmotor vor der Vernichtung retten wollte, hieb und sägte ich ihn vom Rumpfe ab. Jetzt zeigte sich, was gute deutsche Arbeit war. Ganze vier Stunden brauchte ich, ehe der Motor abgeschlagen dalag, so fest war alles gebaut.

Um den Gesetzen der Neutralität nachzukommen, gab ich den Motor dem Mandarin zur Aufbewahrung ab.

Dann kam das Traurigste.

Da das übrige Flugzeug selbst mit abgenommenen Tragflächen in kein Stadttor und in keine Straße der Stadt hineinpaßte, mußte ich es dem Flammentod übergeben. Ich übergoß es mit Benzin, zündete es an, und sofort ging es in hellen Flammen auf und verbrannte restlos.

Mir war zumute, als ich meine wackere Taube brennen sah, wie wenn ich einen lieben, treuen Kameraden verlöre.