Typisch amerikanischer Zustand.
Dutzende von Zeitungsreportern und Photographen rannten an Deck herum, kamen in Salons, ja ließen einen nicht mal in den Kabinen zufrieden. Von mir hatten die Kerls schon Wind bekommen. Von allen Seiten stürmten diese Herren herbei, von allen Ecken wurde man geknipst, es war geradezu widerlich. Schließlich wandte ich das einzige Mittel an, welches hilft: ich wurde grob und schrie: „Ich habe überhaupt nichts zu sagen, und wenn Sie mich weiter belästigen, hole ich die Polizei!” Mein Kriegskorrespondent aus Tsingtau hatte mich vorher instruiert, mit seinen Kollegen so zu verfahren.
Nur ein windiger gelber Japaner schlich sich wie eine Katze an mich heran, machte tiefe Verbeugungen, zischte durch die Zähne und sagte falsch lächelnd, er käme vom Japanischen Konsulat (das auch noch!) und wolle mich begrüßen und mir Glück wünschen, daß ich so gut aus Tsingtau herausgekommen wäre. Im übrigen hätte ich ja gar nichts zu befürchten, ich wäre auf amerikanischem Boden, aber er würde so furchtbar gerne einen kleinen Bericht seiner Zeitung nach Japan schicken, das würde seine japanischen Brüder freuen.
Den gelben Jap ließ ich durch den chinesischen Steward hinausbefördern.
San Francisco!
Sie haben mich!
San Francisco!
Diese riesige wunderschöne Stadt!