„Ja, ein Tier!”

„Und ist durch das Stacheldrahthindernis gekommen?”

„Ja, es ist einfach durchgekrochen.”

„Oh, das ist ja schrecklich!” meinte Mr. Meyer, und dabei schien ihm die Stimme zu verlöschen.

„Ich muß gleich sehen, wo das Loch ist, wo das große Tier hindurchgekrochen ist, sicher haben die deutschen Offiziere den Stacheldraht zerschnitten, um zu fliehen; das Tier muß auch sofort entfernt werden!”

Und so geschah es.

Und, es ist kein Scherz, zwanzig Mann der Wache mit aufgepflanztem Seitengewehr wurden gepfiffen, der eine deutsche Soldat mit dem unschuldigen winzigen Kitzlein wurde von ihnen in die Mitte genommen, und auf „Quick marsh” marschierte der ganze Zug zu dem inneren Tor des Hindernisses. Dann wurde dieses geöffnet, die zwanzig Mann mit dem einen deutschen Soldaten und dem Kitzlein traten in den Zwischenraum, die sogenannte Schleuse, das innere Tor wurde sorgfältigst abgeschlossen, dann erst das äußere geöffnet, der Soldat mußte das Kitzlein ins Freie setzen, und dann wurde die ganze Prozession zurückgemacht. Oh, Mr. Meyer, wie hast du dich blamiert!

Nun wurde das ganze Hindernis sorgfältigst untersucht, und trotzdem nicht die geringste Lücke gefunden werden konnte, durch die ein Mensch hätte kriechen können, wollte Meyer sich tagelang nicht beruhigen.

Außer der Post bildete täglich der Zeitungsempfang den Hauptmoment des Tages. Die „Times” und „Morning Post” durften wir uns halten, und wenn sie auch fast nur von Ententesiegen berichteten, so kannten wir die Zeitungen bald so gut, daß das, was wir zwischen den Zeilen lasen, uns ein ungefähr genaues Bild der Sachlage gab.

Und die Wut in den Zeitungen, als die „Lusitania” sank, und der Ärger, wenn die Russen, selbstverständlich nur aus strategischen Gründen, weiter zurückgingen!